Vorbereitung der Erstkommunionkinder

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Vorbereitung der Erstkommunionkinder

Bericht über die Einkehrtage im Kloster Hünfeld

An mehreren Samstagen waren Kinder herzlich eingeladen, gemeinsam Einkehrtage im Kloster Hünfeld zu verbringen. Ziel dieser besonderen Tage war es, Gemeinschaft zu erleben, Glauben kindgerecht zu entdecken und miteinander Freude zu teilen.


Ein fröhlicher Start in den Tag

Der Tag begann jeweils mit einem Kennenlernspiel im Stuhlkreis. Jedes Kind nannte seinen Namen und stellte eine Geste vor, mit der es sich identifizieren konnte. Das nächste Kind wiederholte zunächst den Namen und die Geste des vorherigen Kindes, bevor es sich selbst vorstellte und eine eigene Bewegung ergänzte. So setzte sich das Spiel reihum fort.

Dieses Spiel sorgte für viel Lachen und Heiterkeit. Die Kinder hatten großen Spaß daran, die Gesten nachzumachen, und wuchsen als Gruppe schnell zusammen. Es war ein gelungener und fröhlicher Einstieg in den gemeinsamen Tag.


Die Geschichte vom verlorenen Sohn

Im Anschluss erzählte Frau Lauer anschaulich die biblische Geschichte vom verlorenen Sohn. Mit viel Einfühlungsvermögen und lebendiger Sprache nahm sie die Kinder mit hinein in die Erzählung.

Währenddessen durften die Kinder die Geschichte in der Mitte des Stuhlkreises gestalten. Mit Tüchern, Figuren, Postern und verschiedenen Anschauungsmaterialien stellten sie die Szenen bildlich dar. Mehrfach wurden alle Kinder eingeladen, sich aktiv zu beteiligen – und diese Einladung wurde gerne angenommen.

Die Geschichte wurde zunächst nur bis zu ihrem Tiefpunkt erzählt. So blieb Raum für Spannung und eigene Gedanken. 


Gemeinsames Mittagessen und Bewegung im Freien

Zur Mittagspause gingen alle gemeinsam in die hauseigene Kantine. Vor dem Essen beteten die Kinder zusammen und dankten für die Mahlzeit. Anschließend durften sie sich selbstständig am Buffet bedienen. Auch nach dem Essen wurde gemeinsam ein Gebet gesprochen.

Danach stand Bewegung an der frischen Luft auf dem Programm. Zunächst wurde der „Eisbär“ im Kloster besichtigt, anschließend unternahm die Gruppe einen kleinen Spaziergang durch den Klosterpark. Es wurden Fotos gemacht, einige Kinder spielten Fußball oder Tischtennis, andere nutzten die Zeit, um sich einfach auszutoben und die Gemeinschaft zu genießen.

                           


Die gute Lösung und das Thema Beichte

Nach der Pause kehrten alle in den Raum mit dem Stuhlkreis zurück. Dort wurde die Geschichte vom verlorenen Sohn zu Ende erzählt. Gemeinsam überlegten die Kinder, wie es für den verlorenen Sohn eine gute Lösung geben könnte. Schritt für Schritt wurde das Ende der Geschichte erarbeitet und erneut anschaulich in der Kreismitte dargestellt.

Anschließend kam Pater Hofer hinzu und erklärte den Kindern kindgerecht das Sakrament der Beichte. Er erläuterte, wie eine Beichte abläuft und was ihr Hintergrund und ihre Bedeutung sind. Die Kinder durften Fragen stellen, und der Ablauf wurde sogar einmal spielerisch dargestellt. So konnten die Kinder das Thema besser verstehen und mögliche Unsicherheiten abbauen.

Im Rahmen der Vorbereitung auf den Beichtnachmittag erhielten die Kinder zudem ein eigenes Beichtherz. Dieses füllten sie teilweise bereits vor Ort aus, jeder für sich. Das Herz durften sie anschließend mit nach Hause nehmen, um es gemeinsam mit ihren Familien weiterzubearbeiten und zu vertiefen. So wurde das Thema Versöhnung nicht nur in den Räumlichkeiten des Klosters aufgegriffen, sondern auch in die Familien hineingetragen.

Zusätzlich wurde ein Beicht-Leitfaden ausgehändigt und gemeinsam mit den Kindern besprochen. Schritt für Schritt wurde erklärt, wie eine Beichte abläuft und welche Gedanken im Vorfeld hilfreich sein können. Der Leitfaden dient den Kindern als Orientierung und unterstützt sie dabei, sich in Ruhe und gut vorbereitet auf den Beichtnachmittag einzulassen.

 

Singen, Bewegung und Kreativität

Ein weiterer Höhepunkt des Tages war die gemeinsame Singrunde. Mit Gitarrenbegleitung wurden verschiedene Lieder gesungen – darunter auch Bewegungslieder. Die Kinder hatten große Freude daran und wünschten sich manche Lieder gleich mehrfach. Die Begeisterung und das gemeinsame Singen stärkten nochmals das Gemeinschaftsgefühl.

 

Kreative Bastelrunden und ein gemeinsamer Abschluss

Nun folgten die Bastelrunden. Dafür wurden die Kinder nochmals in kleinere Gruppen eingeteilt, die im Wechsel verschiedene Stationen durchliefen.

An einer Station wurde ein Kreuz aus einer tonartigen Masse gestaltet. Die Kinder hatten dabei großzügige Gestaltungsfreiheit. Mit viel Kreativität verzierten sie ihre Kreuze, arbeiteten Muster ein oder gestalteten sie sogar zweifarbig. So entstanden viele individuelle und sehr schöne Exemplare, die jedes Kind mit Stolz betrachten konnte.

An einer weiteren Station wurde auf einer Holzplatte ein Herz gestaltet. Mit einer gipsartigen Masse wurde zunächst ein Herz auf die Platte aufgetragen. Anschließend konnten die Kinder dieses farblich gestalten und ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Auch hier entstanden liebevoll gestaltete Kunstwerke, die das Thema Versöhnung und Liebe auf kreative Weise widerspiegelten.

Die dritte Gruppe durfte währenddessen nochmals in die hauseigene Kantine gehen. Dort wartete bereits von Müttern gebackener Kuchen auf die Kinder. In gemütlicher Runde konnten sie sich stärken, miteinander ins Gespräch kommen und die gemeinsame Zeit genießen. 


Andacht in der Krypta und gemeinsamer Ausklang

Den feierlichen Abschluss des Tages bildete eine kleine Andacht in der Krypta des Kloster Hünfeld. Dazu waren auch Eltern und Geschwisterkinder eingeladen. Gemeinsam wurde gebetet, gesungen und der Tag noch einmal in Gedanken aufgegriffen.

Diese gemeinsame Zeit schuf einen würdevollen und zugleich herzlichen Rahmen, um den Einkehrtag ausklingen zu lassen.

Zum Schluss halfen viele Eltern noch beim Aufräumen mit. Durch dieses engagierte Miteinander fand der Tag ein schönes, freudiges und rundum gelungenes Ende.


Text: Theresa Gutberlet 

Fotos: Sabrina Derleder


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